30.01.2009 15:10
Das Gesetz habe keine Chance, vor der Sommerpause
des Bundestages verabschiedet zu werden. Danach bestehe keine Chance
mehr für ein geordnetes parlamentarisches Verfahren. Auch die Union sei
dafür, dass Steuerhinterziehung kein Kavaliersdelikt sei. CDU/CSU hätten
erst kürzlich schärferen Regeln zugestimmt. Er vermute aber, dass der
Minister das Gesetz nur als Wahlkampfmunition vorgelegt habe, sagte
Bernhardt weiter.
Steinbrück will gegen Staaten vorgehen, die der Steuerhinterziehung
Vorschub leisten und nicht mit deutschen Finanzbehörden kooperieren. Der
Gesetzentwurf wird derzeit zwischen
den Ministerien abgestimmt. Zum Jahreswechsel hatte der Finanzminister
erneut von der Schweiz und Liechtenstein mehr Hilfe bei der Bekämpfung
von Steuerhinterziehung gefordert.
Bernhardt warf Steinbrück vor, unter anderem umfangreiche Vollmachten
anzustreben, um steuerlich schärfer gegen Personen oder Firmen vorgehen
zu können, die mit nicht kooperativen Staaten Geschäfte machen. Darunter
fiele auch die Schweiz. So sollen alle Zahlungen an Firmen in
nicht-kooperativen Staaten künftig nicht mehr als Betriebsausgaben
anerkannt werden.
Ouelle: (dpa)
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