06.10.2005 11:09
Einer Weltbank-Studie zufolge dauern Unternehmensanmeldungen in Deutschland mit 43 Tagen überdurchschnittlich lange. Die neue Landesregierung will die wichtigste Rechtsform deutscher Unternehmen daher einer "Verschlankungskur" unterziehen. Derzeit seien fast eine Million Unternehmen in Deutschland als GmbH organisiert.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass eine notarielle Beurkundung entfällt, wenn für den Gesellschaftsvertrag der GmbH eine Mustersatzung verwendet wird. Die GmbH soll zudem auch gegründet werden können, ohne etwaige weitere Behörden-Genehmigungen abzuwarten. Anstelle des bisherigen umständlichen Verfahrens mit Kostenvorschüssen soll künftig ein fester Gebührenbetrag treten, der mit der Anmeldung bezahlt wird.
Außerdem will die neue Landesregierung eine preiswertere Alternative zur klassischen GmbH schaffen. Die "GmbH light" -Gründungsgesellschaft genannt - soll künftig schon mit 5000 Euro Stammkapital zu haben sein, bislang sind es 25 000 Euro. Dies sei auch eine Reaktion auf den Erfolg der englischen Unternehmensrechtsform der "Limited" in Deutschland, sagte die Ministerin. "Die GmbH steht unter ganz erheblichem Druck."
Seit Jahresbeginn sei die Zahl der Limited-Gesellschaften in Nordrhein-Westfalen um 400 auf 1000 gestiegen.
Quelle: dpa
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